Geschichte des Funktechnischen Museums

1998

Die Idee einer Funktechnik-Dauerausstellung wurde während einem Treffen Ende 1998 zwischen Herrn Renz, damaliger Geschäftsführer des Hessenparks, Herrn Hieronymus, Leiter des Bauhofes (Werkstätten) des Hessenparks und Karl Protze, Pilot, Funker und Radio-Sammler, geboren.

Die Grundidee war der Aufbau einer Radio-Fernseh-Werkstatt aus den 50er Jahren, sowie der Aufbau einer Funkstation mit Ausbildungsstation und Erklärungen über die Grundlagen der Funk- und Radiotechnik.

1999

Die Arbeiten der freiwilligen Mitarbeiter begannen Mitte 1999 und beinhalteten den Ausbau des ersten Stockwerkes des Hauses Rauschenberg (Apotheke) am Marktplatz. Mehr als ursprünglich geplant, wurden zu den oben genannten Einrichtungen noch die Gebiete Mess- und Regeltechnik, sowie die Rechentechnik, Großsendetechnik und Amateurfunktechnik ausgestellt. Neben der Funkstation wurde der jetzt gut bekannte "Runde Tisch" aufgebaut, an dem viele interessante Gespräche geführt wurden und neue Ideen geboren worden sind.

2000

Die Eröffnung der Ausstellung fand im März 2000 statt. Das Echo der Besucher aus nah und fern wie auch der regionalen und überregionalen Presse war so positiv und massiv, dass die Geschäftsführung die Freigabe für die zweite Etage, dem zweiten Bauabschnitt, gab. Nach umfangreichen Diskussionen wurde die zweite Etage zum Kommunikationszentrum ausgebaut. Mobil-, See-, Flugfunk- und Fernsehtechnik wird hier gezeigt, ebenso wie Weltraumfunk, die Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik sowie der Digitaltechnik. Eine Zusammenfassung der Entwicklung von Computer und PC konnte ebenso verwirklicht werden, wie die Darstellung von einem originalen Wohnzimmer der 50er Jahre mit den damals üblichen technisch-physikalischen Errungenschaften.

2003

Die Fertigstellung der gesamten Dauerausstellung war im September 2003. Eine große Übergabezeremonie unter dem Motto "100 Jahre Telefunken", "100 Jahre Marconi" und "100 Jahre Faszination" fand im Landgraf Ludwig Saal im Landhotel statt. Anwesend waren u. a. Vertreter von AEG, Telefunken, Siemens, dem Deutschen Amateur Radio Club und dem italienischen "Radio-Marconi-Club".

Grußworte wurden von Herrn Dr. Stadler, Urenkel von Prof. Dr. Ferdinand Braun, und Dr. Horst Zuse, Sohn des legendären deutschen Computerentwicklers Konrad Zuse, vorgetragen. In Anerkennung des großen Interesses, das der Laie, der Fachmann, die Fachpresse und auch die Lokalpresse diesem Museumsbereich entgegenbrachten, wurde im Beisein des Urenkels von Ferdinand Braun im September 2005 das Haus aus Rauschenberg auf "Ferdinand Braun Haus" getauft.

2006

Im Jahre 2006 erweiterten wir unser Vorzeige-Lager mit vielen gespendeten Exponaten und eröffneten eine Sonderausstellung über Ferdinand Braun.

2007

Sonderausstellung über die Firma Hartmann & Braun in Frankfurt. Feier anlässlich "60 Jahre Distrikt Hessen" im Hessenpark mit dem Funktechnischen Museum.

2008

Im Jahre 2008 wurde eine Sonderausstellung über Elektronenröhren gezeigt. Dank zahlreicher Leihgaben konnte eine sehr umfassende Ausstellung realisiert werden. Unter anderem wurde die erste Deutsche Röhre und ihre Entwicklung von etwa 1910 bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts gezeigt.

2009

Wegen großem Interesse der Röhrenausstellung 2008 wurde sie für 2009 verlängert und erweitert.

2011

Sonderausstellung "Der Transistor und die Entwicklung der Halbleitertechnik" und Betreung des musealen Teiles auf dem Stand des Amateurfunkclub Bad Homburg am Hessentag 2011 in Oberursel.

2014

Übergabe der Amateurfunk- und funktechnischen Leitung an Dr. Wilfried Stadlmann DC6PG.